Workshop - Awareness für Labels, Management und Booking
Verantwortung übernehmen gegen sexualisierte Gewalt in der Musikszene
Besucher*innen wollen im Ausgang unvergessliche Stunden mit Musik geniessen. Immer mehr wird erwartet, dass sich Veranstaltende mit diskriminierendem Verhalten auseinandersetzen und diesem mit Awareness-Konzepten entgegenwirken.
Doch wie sieht es bei den Labels, dem Management und Bookingagenturen aus? Welche Fragen stellen sich in diesem Bereich zu «Awareness»? Wie sieht der Umgang mit Macht, Abhängigkeit und Kontrolle aus? Wie diskriminierend ist die Szene hinter den Kulissen?
Die Musikszene hat die wichtige Herausforderung und Gelegenheit, das ganze Netzwerk so zu gestalten, dass sich alle wohl und sicher fühlen - und dies hat Ausstrahlungskraft und Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit aller, das Gesamtimage und auf potenzielle Geldgeber*innen.
Dieser Workshop ist auf Menschen zugeschnitten, die in diesem Bereich in der Musikindustrie arbeiten, also nicht (nur) an Veranstaltungen. Er bietet einen Rahmen, sich mit der eigenen Verantwortung und Position auseinanderzusetzen.
Dein Nutzen
- Du hast Ansätze und good practice Beipiele, die du mit wenig Anpassung für deine Arbeit übernehmen kannst.
- Du weisst, wie du Partner*innen/Player für eine «aware» Szene motivieren kannst.
- Du kennst deine Rechte & Pflichten und Anlaufstellen, um Unterstützung zu holen.
- Du verstehst, wie du sensibel reagieren kannst, wenn dir, deinen Mitarbeitenden oder Artists ein Übergriff passiert.
- Du hast überzeugende Argumente, wieso sich Awarenessarbeit für dich und deinen Wirkungskreis lohnt.
Informationen
- Datum: 2. Dezember 2025
- Zeit: 18 – 21 Uhr
- Ort: Opferhilfe beider Basel, Steinengraben 5, 4051 Basel
- Sprache: Der Workshop findet auf Deutsch statt, Flüsterübersetzungen können organisiert werden (siehe unten)
- Kursleitung: Beat John von der Opferhilfe, hier ein Interview mit ihm zu Awareness. Pia Portmann vom Musikbüro Basel unterstützt.
- Zielgruppe des Workshops sind Menschen, die bei Labels/Verlagen, Managements oder Bookingagenturen von Musikschaffenden arbeiten. Bezahlt oder unbezahlt. Bist du dir unsicher, ob du mitgemeint bist? Notiere es im Anmeldeformular oder schreib Pia eine email.
- Der Workshop findet im Rahmen der Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen statt.
- Kosten: Der Workshop ist kostenlos.
- Anmeldung bis am 25. November. Die Teilnehmendenzahl ist beschränkt. Die Bestätigung erfolgt nach Anmeldung innerhalb von einer Woche per Mail. Musikbüro Basel Mitglieder haben Vorrang. Danach gilt: first come, first served.
Zugänglichkeit
- Die Räumlichkeiten der Opferhilfe sind rollstuhlgängig.
- Brauchst du eine Übersetzung? Schreib Pia bis am 10. November eine email mit der gewünschten Sprache und sie wird sich darum kümmern. Du kannst auch selber eine Person mitbringen.
- Assistenzpersonen und Assistenzhunde sind willkommen. Bitte im Anmeldeformular erwähnen.
- Reisekosten sollen keine Hürde sein. Melde dich, wenn du finanzielle Unterstützung brauchst.
- Schreib Pia eine email, wenn du zusätzliche Informationen oder Unterstützung brauchst, damit du gut teilnehmen kannst. Du kannst auch via Anmeldeformular kommunizieren.
Pia Portmann
Fachleiterin | 60 %
pia@musikbuerobasel.ch
T +41 76 721 58 52 | T Deutsch, English, Français
Pia (sie/ihr) ist seit Jahren bildungs- und gleichstellungspolitisch aktiv und lässt dabei politische und musikalische Veranstaltungen verschmelzen. So hat sie u.a. das Queens* of HipHop Festival initiiert sowie an diversen Awareness-Strukturen mitgearbeitet. Neben den Bühnen hat sie eine Breite an Rollen eingenommen, wie z.B. als Koordinatorin des Campus Festivals, Bookerin vom Unifestival oder als Produktionsleitung im Jugendkulturzentrum Gaskessel Bern. Musikalisch ist sie seit 2016 in unterschiedlichen Konstellationen als DJ unterwegs (Affect Alien). Pia hat an der Uni Bern Philosophie, Englische Sprachwissenschaften und Gender Studies studiert.
Beim Musikbüro Basel betreut sie den Newcomer-Bereich wie u.a. die SoundClinic und die Coachings. Sie ist verantwortlich für das Education-Projekt «... macht Schule», die Beratungsgespräche für Musiker*innen und das Residency Programm TranshelvetiQ. Beim Musikbüro bringt sie ihr Engagement und Know-How für die Förderung von und Sensibilisierung für Diversität und Awareness in unterschiedlichen Formen ein. Sie gibt auch gratis Beratungen zu diesen Themen.