Baye Magatte – Aywa

Magazin

Baye Magatte ist ein Beispiel dafür, dass Basel nicht allein amerikanisch oder englisch beeinflusste Popmusiker beheimatet.

Album Review

Die musikalischen Einflüsse des aus dem Senegal stammenden Baye Magatte Ndiaye reichen von traditioneller afrikanischer Volksmusik über Raï, Reggae bis hin zu orientalischen Klängen. Der Sänger und Perkussionist gehört zu einer von 20 Volksgruppen des Senegal, dem 3,6 Millionenvolk der Wolof. Er singt in deren gleichnamigen Sprache und in Französisch. Bereits von seinen Eltern zum Perkussionist, Tänzer und Sänger ausgebildet, führte Magatte einst eine Tournee in die Schweiz - und schliesslich nach Basel, wo er seit fünf Jahren als aktiver Musiker lebt und Perkussion an verschiedenen Schulen lehrt.

Aywa ist ein äusserst rhythmisches Album, das aber nie nervös oder überdreht wirkt. Besonders gut gelungen ist dies im meditativen, stimmigen Anspieltipp «Djoyna». Das Album repräsentiert eine lebendige Weltmusik frei von stilistischen Zwängen oder beschränktem Instrumentarium. Hier haben Djembes neben Sythesizersounds ihren natürlichen Platz. Der Klang akustischer Satienistrumente mischt sich unverkrampft mit verzerrter Gitarre und der Stimme von Magatte. Aufgenommen und produziert wurde das Album grösstenteils von Magatte (bürgerlich: Magatte Ndiaye) in Dakar, Senegal. Einige Songs wurden in Basel eingespielt, unter anderem bei Nicki Reiser.

Toleranz und positive Denkweise scheinen Magatte in seiner Musik sehr wichtig zu sein, ganz entsprechend der auf dem CD-Cover verewigten Losung: Singen, um zu leben. Singen, um zu lernen. Singen, um zu teilen. Singen, um weiterzugeben. Singen, um zu überwinden.

Baye Magatte – Aywa (Cover)
Baye Magatte – Aywa (Cover)

Baye Magatte – Aywa

(Brambus Records) ist 2009 als CD erschienen.